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Spurenstoffe im Trinkwasser

In der Trinkwasserverordnung werden konkret die Untersuchungen wichtiger anorganischer und organischer Inhaltsstoffe einschließlich mikrobiologischer Parameter festgelegt, die vom Wasserversorgungsunternehmen regelmäßig zu untersuchen sind. Sie beinhaltet jedoch nicht die Untersuchung von organischen Spurenstoffen, die punktuell in den genutzten Rohwasserressourcen (Quell-, Grund- und Oberflächenwasser) durch anthropogene (menschlich verursachte) Einträge vorkommen können. Hierbei handelt es sich um so genannte Mikroverunreinigungen, die in der Regel in sehr geringen Konzentrationen im Mikro- oder sogar Nanogrammbereich je Liter auftreten und nur durch sehr aufwändige Analytikmethoden nachgewiesen werden können.

RWW ist bestrebt, möglichst umfänglich und frühzeitig solche Mikroverunreinigungen im Roh- und Trinkwasser aufzuspüren, damit diese nicht zum Verbraucher gelangen bzw. durch Maßnahmen beim Ressourcenschutz und in der Trinkwasseraufbereitung zurückgehalten werden. Hierzu beauftragt man verschiedene externe Speziallaboratorien wie das IWW in Mülheim an der Ruhr mit dieser Analytik.

Mit dem Mülheimer Verfahren besitzt RWW ein weltweit anerkanntes und führendes Aufbereitungsverfahren. Es vermag Mikroverunreinigungen in den verschiedenen Stufen der Aufbereitung zurückzuhalten, wobei die Vielzahl der Aufbereitungsstufen wie die Flockung, Filtration über Aktivkohle und Ozon zu einer besonders effektiven Entfernung von unterschiedlichsten Spurenstoffen beitragen. Die Abbauleistung der jeweiligen Anlagenkomponenten kann sich hierbei durchaus unterscheiden. Gerade die Kombination der verschiedenen Verfahren bewirkt hier eine hohe Sicherheit bei der Elimination der verschiedensten Mikroverunreinigungen.

Spätestens seit dem so genannten PFT-Skandal in 2006, zeigte sich sehr deutlich, wie wichtig einerseits die möglichst umfängliche Untersuchung von diversen Spurenstoffe ist und andererseits auch die Vorhaltung einer hochwirksamen Aufbereitungstechnologie wie das Mülheimer Verfahren, um die als schwer eliminierbaren geltenden Substanzen aus dem Rohwasser zu entfernen.

Die Expertenkommission Programm "Reine Ruhr" und das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz kommen in dem Bericht zur Strategie einer nachhaltigen Verbesserung der Gewässer- und Trinkwasserqualität in Nordrhein-Westfalen (Februar 2012) zu dem Fazit, dass die Ruhrwasserwerke der RWW hinsichtlich der Trinkwasserqualität und -aufbereitung den Stand der Technik repräsentieren. Damit ist der Beweis erbracht, dass RWW mit dem Mülheimer Verfahren eine Aufbereitungstechnologie besitzt, die seit über 30 Jahren bei RWW angewandt wird und auch heute noch Maßstab für alle zukünftigen Aufbereitungsverfahren an der Ruhr und in NRW ist.