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Aktion zum Weltwassertag: 500 Schüler wandern für Wasser

Längst nicht überall auf der Welt ist es selbstverständlich, dass man Trinkwasser aus der Leitung zapfen kann. Wir drehen den Hahn auf und erhalten es jederzeit frisch, so viel wir wollen. In Gegenden und Ländern, wo Menschen keinen Zugang zur öffentlichen Trinkwasserversorgung haben, sind es vor allem Kinder, die Tag für Tag kilometerlange Wege zu Wasserstellen zurücklegen und das oftmals ungereinigte Wasser ins Dorf zurückschleppen müssen. Die schlechte Qualität ist zudem häufig Ursache für Krankheiten. Wasserschleppen gehört für viele Jungen und Mädchen zum Alltag. Schule und Bildung bleiben auf der Strecke.

Mit der Gemeinschaftsaktion "Wandern für Wasser" weisen RWW, Hochschule Ruhr West, Rotary Club Mülheim-Uhlenhorst, Luisenschule, Willy-Brandt-Schule, Karl-Ziegler Gymnasium und erstmals das Gymnasium Broich anlässlich des internationalen Tag des Wassers wieder auf die Bedeutung des Wassers für die Menschen hin. Hinter der Mülheimer Aktion steht der symbolische Akt des Wassertragens.  

Am Samstagmorgen, 18. März, machten sich rund 500 Schüler nach und nach auf den rund drei Kilometer langen Weg vom Haus Ruhrnatur zum Aquarius. Sie trugen die zuvor mit Wasser gefüllten Flaschen und demonstrieren so, was Kinder in vielen Regionen der Welt jeden Tag leisten müssen. Am Aquarius angekommen, wurde das transportierte Nass in den großen Wasserspeicher oben im Turm gekippt. Anschließend besichtigten die Schüler den Aquarius und informierten sich über wasserwirtschaftliche Themen. 

Die sieben Partner möchten mit Wandern für Wasser auch Geld spenden und etwas für die Trinkwasserversorgung der Menschen in Entwicklungsländern tun. Andreas Macat, Leiter der RWW-Museen sowie Hauptorganisator der Aktion, erläutert, wohin die Spenden fließen: "Wir unterstützen das Kinderhilfswerks Global Care bereits zum vierten Mal bei der Umsetzung wasserwirtschaftlicher Projekte. Es sollen, wie auch in den beiden Jahren zuvor, Wasser- und Sanitäranlagen in Bangladesch installiert werden, um die Situation insbesondere in ländlichen Regionen weiter zu verbessern." Die gesammelte Summe wird sich noch deutlich erhöhen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fördert derartige Projekte im Verhältnis 1+3, so dass am Ende die vierfache Geldsumme zur Verfügung stehen wird. In den vergangenen Jahren kamen jeweils rund 35.000 Euro zusammen. 

Der Tag des Wassers wurde 1992 durch die UN-Generalversammlung in einer Resolution beschlossen. Alle Staaten sind aufgefordert, diesen Tag der Umsetzung der UN-Empfehlungen zu widmen und geeignete konkrete Maßnahmen auf nationaler Ebene durchzuführen. Seit 1993 findet der Weltwassertag jedes Jahr am 22. März statt.

20.03.2017