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Leistungspreis für atypische Systemnutzung

Leitungsnetze und Wasserwerke werden auf den Trinkwasserbedarf bzw. zu erwartende regelmäßige Abnahmemengen der Kunden ausgerichtet. Ausnahmefälle, in denen ein vorübergehender Spitzenbedarf an Trinkwasser entsteht, nennen wir "atypische Systemnutzung". Sie ist in der Regel betrieblich bedingt und entsteht beispielsweise, um einen Störfall in der Eigenversorgung des Kunden mit unserem Trinkwasser zu kompensieren, bei ungewöhnlichen Produktionssteigerungen oder Brandschutzmaßnahmen bzw. Brandbekämpfung in einem Kundenobjekt. Diese atypische Systemnutzung erfordert im System der Trinkwasserversorgung eine besondere Vorhalteleistung. Hierdurch entstehende Kosten wurden bislang nicht einzeln und verursachungsgerecht weiterberechnet, sondern mussten von der Gesamtheit der Kunden getragen werden.

Im Unterschied zu vielen anderen Versorgungsunternehmen, die den Umfang ihrer Vorhalteleistungen zuletzt deutlich eingeschränkt haben, bieten wir unseren Kunden auch zukünftig im Rahmen der Trinkwasserversorgung eine atypische Nutzung an - zu fairen und verursachungsgerechteren Preisen. Wir haben jedoch geänderte regulatorische Rahmenbedingungen zum Anlass genommen, zum 1. Januar 2019 unsere Allgemeinen Tarife anzupassen und einen "Leistungspreis" für die atypische Systemnutzung einzuführen.

Als Bestandteil des Systempreises wird dieser Leistungspreis dann in Rechnung gestellt, wenn ein von RWW mit Trinkwasser versorgtes Objekt über einen Großwasserzähler verfügt, die Jahresabnahmemenge aber so gering ist, dass ein kleinerer Zähler ausreichend wäre. Kunden, die keinen Spitzenbedarf erwarten, können den Zähler von uns zurückbauen lassen. Ihnen stellen wir anschließend keinen Leistungspreis in Rechnung. Allerdings steht bei einem möglichen Spitzenbedarf dann nicht mehr ausreichend Trinkwasser zur Verfügung.

Sie haben Fragen, wir die Antworten:

  1. Die allermeisten Kunden sind von dem neuen Leistungspreis nicht betroffen. Bei weniger als einem Prozent der Objekte liegt die Jahresabnahmemenge unter der Mindestmenge für die Nutzung eines Großwasserzählers (20.000 Kubikmeter bzw. Zählerklasse 2).
  2. Sofern an dem Objekt ein normales Abnahmeverhalten vorliegt, ist dieses vom Leistungspreis nicht betroffen.
  3. Wenn bei den Objekten - unter Berücksichtigung von Zählerausstattung und Jahresverbrauch - eine atypische Systemnutzung vorliegt, wurden die betroffenen Kunden von uns angeschrieben und auf die Tarifänderung hingewiesen. Wenn Sie angeschrieben wurden und die bestehende atypische Systemnutzung aufrechterhalten möchten, müssen Sie im Grundsatz nichts tun. Sie erhalten auch zukünftig im gewohnten Maße die benötigte besondere Vorhalteleistung.
  4. Im Sinne der höheren Verursachungsgerechtigkeit werden die dadurch entstehenden Kosten in den Leistungspreis als Bestandteil des Systempreises einkalkuliert und Ihnen – wie allen anderen betroffenen Kunden – in Rechnung gestellt.
  5. Sofern zukünftig Ihr Bedarf für die atypische Nutzung entfallen sollte, genügt Ihre schriftliche Mitteilung, dass die bisherige Zählergröße nicht mehr benötigt wird. Ihr zusätzlicher Leistungspreis entfällt dann mit einer Frist von einem Monat auf das Ende eines Kalendermonats. Wir werden den Hausanschluss des betreffenden Objektes auf das für eine gewöhnliche Nutzung erforderliche Maß zurückbauen. Sollten Sie nach erfolgtem Rückbau zu einem späteren Zeitpunkt erneuten Bedarf für eine atypische Nutzung an dem betreffenden Objekt haben, würden hierdurch Kosten für eine Erweiterung der Anschlusskapazität entstehen.

Unser Tarif bleibt im Grundsatz in der bekannten Form bestehen:

  • Der Systempreis berücksichtigt die fixen Systemkosten, also die Kosten für den Betrieb und die Vorhaltung des Versorgungssystems für die normale Nutzung.
  • Der Mengenpreis deckt im Wesentlichen die variablen Kosten der Versorgung.

Künftig wird im Systempreis ein Leistungspreis ausgewiesen, der die besondere Vorhaltung für die atypische Systemnutzung berücksichtigt. Kunden mit seltenen Spitzenabnahmen zahlen einen insgesamt höheren Systempreis, um die hierdurch bedingten Mehrkosten abzudecken.

  1. RWW muss als Wasserversorger gewährleisten, dass besondere Kundenbedarfe mit den regulatorischen Anforderungen in Bezug auf Verursachungsgerechtigkeit und Äquivalenz vereinbar sind. Das bedeutet kurzgefasst, dass Leistungen entsprechend ihrer Inanspruchnahme in Rechnung gestellt werden müssen. Infolge von Struktur- und Klimawandel wird dieses Thema immer wichtiger: Schwankungen der Nachfrage und Anstiege der Spitzenbedarfe nehmen bei bestimmten Kundengruppen zu.
  2. Wir berücksichtigen bei der erforderlichen Anpassung unseres gesamten Wasserversorgungssystems die besonderen Kundenbedarfe (insbesondere atypische Systemnutzung), um Leistungseinbußen für Kunden mit besonderen Bedarfen zu vermeiden. Zugleich beachten wir die Leistungsfähigkeit der Wasserversorgung für Neuansiedlungen mit besonderen Bedarfen. Im Unterschied zu vielen anderen Versorgungsunternehmen können wir auch diesen Kunden eine atypische Systemnutzung ermöglichen.
  1. Insgesamt soll die Anpassung des Tarifsystems über alle Kunden gerechnet umsatzneutral erfolgen. Durch die Einführung des Leistungspreises erzielen wir keine Mehrerlöse. Es findet für die Gesamtheit aller Kunden ein Ausgleich statt. Im Umstellungsjahr 2019 konnte daher auf eine ansonsten fällige Preiserhöhung für alle Tarifkunden verzichtet werden.
  2. Kunden mit atypischer Nutzung sollen an den durch sie verursachten Kosten beteiligt werden, damit wird das RWW-Tarifsystem insgesamt verursachungsgerechter.
  3. Die jeweils aktuellen Leistungspreise stehen in den jeweils aktuell geltenden Allgemeinen Tarifen. Aktuell liegt der Leistungspreis für die atypische Nutzung des Versorgungssystems bei jährlich 2.183,67 Euro (netto). Dies entspricht einer monatlichen Rate von 182,97 Euro.
  4. Mehrleistungen für größere Zähler, für die bisher ein Servicepreis erhoben wurde, sind mit dem Leistungspreis abgegolten und werden nicht mehr gesondert in Rechnung gestellt.
  5. Kunden, die eine Vorhalteleistung für atypische Systemnutzung durch RWW nicht mehr benötigen oder durch eine eigene dezentrale Lösung (zum Beispiel Speicherbehälter) ersetzen, können ihren Anschluss bedarfsgerecht reduzieren lassen. Ein Leistungspreis für die atypische Systemnutzung wird nicht fällig.

Die klassische Alternative zur Absicherung von kurzzeitigen Spitzenbedarfen ist der Bau eines Speicherbehälters - zusätzlich zum Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz. Ein solcher individuell ausgelegter Behälter kann mit einem auf normale Jahresbedarfe ausgelegten Hausanschluss langsam befüllt werden. Im Falle des Spitzenbedarfs können die Wassermengen mit hoher Fließgeschwindigkeit abgerufen werden. Solche Behälter werden häufig auf eine zweistündige Nutzung ausgelegt. Benötigen Sie für Ihre Spitzen beispielsweise eine Fließgeschwindigkeit von 50 Kubikmeter pro Stunde, wird ein Behälter mit einem Volumen von 100 Kubikmeter installiert. Ein solcher Behälter benötigt einen geeigneten Stellplatz, muss fachgerecht in die Hausinstallation eingebunden werden und kostet am Markt, abhängig von der konkreten Ausführung, etwa 60.000 bis 80.000 Euro.

Sollte Ihnen die atypische Leistungsvorhaltung eines Anschlusses mit Zählerklasse 2 (bis Qn40) nicht ausreichen, kontaktieren Sie bitte unseren Kundenservice unter T 0800-7933837 (kostenlos). Wir werden Sie hinsichtlich der Alternativen individuell beraten.

Die Umstellung tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft.

Bildrechte: RWE Imagebank