Forschung und Entwicklung

Unsere abgeschlossenen Projekte:

Sichere Ruhr

Die Ruhr dient neben der Wasserversorgung von Teilen des Ruhrgebiets auch zur Energiegewinnung durch Wasserkraft, wird als Schifffahrtstraße genutzt und ist nicht zuletzt für viele Revierbewohner und Touristen ein Naherholungsgebiet. In den letzten Jahrzehnten ist sie immer sauberer geworden. Dennoch war Baden im Fluss aufgrund hygienischer Bedenken bislang verboten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsvorhaben "Sichere Ruhr" hat untersucht, ob und unter welchen Bedingungen sicheres Baden in der Ruhr in Zukunft möglich sein wird. Die Untersuchungen dienten gleichzeitig dazu, die Wasseraufbereitung nach dem Mülheimer Verfahren mikrobiologisch-hygienisch zu bewerten, insbesondere zu überprüfen, ob beim Rückhalt von Krankheitserregern etwas optimiert werden muss.

Link zu sichere-ruhr.de

Energieeffizienz/Energieeinsparung in der Wasserversorgung

An der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.)-Forschungsstelle TUHH (Technische Universität Hamburg) wurde von Juli 2007 bis August 2010 das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem DVGW geförderte Vorhaben "Energieeffizienz/Energieeinsparung in der Wasserversorgung" mit Beteiligung von 14 Wasserversorgungsunternehmen durchgeführt. Als Ergebnis wurde im September 2010 die DVGW‑Information Wasser Nr. 77 "Handbuch Energieeffizienz/Energieeinsparung in der Wasserversorgung" vorgestellt. Das Erstellen einer Energiebilanz für elektrische Energie ist hierin beschrieben. Weiterhin werden Energieeinsparpotenziale für alle Bereiche der Wasserversorgung benannt.

Link Technische Universität Hamburg

Chancen und Risiken der thermischen Energienutzung aus Roh- und Trinkwasser

Projektphase 1

Anlagen zur thermischen Energienutzung sind seit den 60er Jahren in Wasserwerken in Betrieb. Sie versorgen Leitwarten, Sozialräume, Verwaltungsgebäude usw. mit warmem Wasser, sorgen für die Beheizung der Gebäude oder aber für das Kühlen von Räumen, Ozonanlagen und Motoren. Auf Grund der stetig ansteigenden Energiepreise wird der Einsatz von Wärmepumpen oder Kälteanlagen, auch für Wasserversorgungsunternehmen, zunehmend interessant. Im Rahmen des Vorhabens, welches die Hamburg Innovation GmbH von September 2011 bis Februar 2012 durchgeführt hat, wurde eine Erhebung zu den in Wasserwerken in Betrieb befindlichen Anlagen durchgeführt. Neben der Erfassung aller technischen Daten konnte mit den Betreibern auch der Einsatz der Anlagen diskutiert werden. Gefördert wurde dieses Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.

Link zum Abschlussbericht

Wiederverwendung gebrauchter Aktivkohlen aus der Trinkwasseraufbereitung...

... zur Spurenstoffentfernung bei der Abwasserreinigung - ReAktiv

In Wasserwerken wird die Aufnahmekapazität von Aktivkohle aufgrund des niedrigen Konzentrationsniveaus der zu entfernenden Spurenstoffen nur in geringem Maße genutzt, bevor die Kohle energie- und kostenintensiv reaktiviert wird. Deshalb wurde im Rahmen des Projektes "Reaktiv" untersucht, ob eine gezielte Weiterverwendung der gebrauchten Wasserwerkskohle nach Pulverisierung in der Abwasserreinigung möglich und großtechnisch realisierbar ist. Für den entwickelten neuen Nutzungsweg von Aktivkohle wurde außer der Machbarkeit eine Effizienzanalyse durchgeführt im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, ökologische Auswirkungen und weitere nicht direkt quantifizierbare Kriterien, sogenannte Nutzwerte (zum Beispiel logistischer Aufwand, Entwicklung eines Geschäftsfeldes). Gefördert wurde dieses Projekt vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW).

Weitere Infos unter iww-online.de

Dynamische Anpassung regionaler Planungs- und Entwicklungsprozesse an die Auswirkungen des Klimawandels...

... in der Emscher-Lippe-Region (Ruhrgebiet) - dynaklim

dynaklim ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Netzwerk- und Forschungsprojekt. Es ist eines von sieben Projekten im Rahmen des Förderprogramms "Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten (KLIMZUG)". Untersucht wurden Maßnahmen und Strategien zur Anpassung an den Klimawandel. Unser Schwerpunkt lag im Arbeitsbereich Wasserversorgung. In diesem Teilprojekt wurden technologische und betriebliche Anpassungsstrategien sowie Innovationsansätze erarbeitet. Basis hierfür waren zukünftige - aus dem Klimawandel resultierende - Anforderungen und Aufgaben für eine sichere Trinkwasserversorgung. Die Betrachtungen umfassten die gesamte Prozesskette der Wasserversorgung, von der Gewinnung über die Aufbereitung bis zur Verteilung. Unter anderem wurden die umwelthygienischer Auswirkungen steigender Temperaturen im Boden und im Verteilungsnetz untersucht.

Link zu dynaklim.de