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Kundeninformationen

Trinkwasserversorgung ist sichergestellt

Wasserknappheit, Wassersparen und Wasserversorgung bei Unterbrechung der Stromversorgung im Versorgungsgebiet der RWW aus? Hier ein paar Fragen und Antworten:

 

1. Mussten wir 2022 im Versorgungsgebiet der RWW mit Wasserknappheit rechnen?

Wasserknappheit zeichnete sich bei uns nicht ab. Für die Versorgung unserer Kund*innen in Mülheim an der Ruhr und zum Großteil auch in Oberhausen und Bottrop bereiten wir Ruhrwasser zu Trinkwasser auf. An der Ruhr betreiben wir drei Wasserwerke. Sie sind miteinander verbunden und können im Bedarfsfall die Versorgung des anderen unterstützen. Grundwasser ist für die Versorgung der Menschen und Betriebe im Ruhreinzugsgebiet (rd. 5 Mio. Menschen) insgesamt nicht ausreichend vorhanden. Deshalb nutzt RWW - wie andere Wasserversorger an der Ruhr - den Fluss als sogenannte Rohwasserquelle.

Um die Versorgung der Menschen und Betriebe in unserem nördlichen Versorgungsgebiet in Dorsten, Gladbeck, Reken, Velen, Teile Schermbecks, Raesfeld-Erle und Gescher-Hochmoor sicherzustellen, nutzen wir in unseren drei Wasserwerken vor Ort Grundwasser, um daraus Trinkwasser herzustellen. Das gewinnen wir aus Tiefen von bis zu 120 Metern beispielsweise aus den "Halterner Sanden", einer im westlichen Münsterland verbreiteten, großflächigen Meersandablagerung aus der Kreidezeit. Es ist gut geschützt und bereits von hervorragender Qualität.

2. Was ist die Aufgabe des Ruhrverbands mit seinen Talsperren?

Um einen Gesamtblick auf die wasserwirtschaftliche Situation an der Ruhr zu erhalten, sollte stets der Ruhrverband einbezogen werden. Er regelt mit dem Betrieb seiner Talsperren als sogenannter Flussgebietsmanager maßgeblich den Wasserstand der Ruhr. Laut Lagebericht des Ruhrverbands vom 28. Juni, beträgt der Füllstand seiner Talsperren mehr als 87 Prozent. Es gilt vereinfacht gesprochen: Die Ruhr sollte immer so viel Wasser führen, dass Wasserversorger wie RWW ausreichend Trinkwasser für ihre Kund*innen produzieren können. In den vergangenen Jahren und auch Hitzesommern war das stets der Fall. Wichtig sind die Regenfälle in den Wintermonaten, die zur Wiederauffüllung der Talsperren dienen. Einmal gefüllt, kann das Wasser je nach Bedarf sukzessive abgelassen werden.

3. Was sollte ich im Sommer beachten, wenn ich meine Pflanzen gieße?

Bei langanhaltenden Trockenphasen über mehrere Wochen steigt erwartungsgemäß die Nachfrage nach Wasser. Gerade für die Bewässerung von Pflanzen verzeichnen wir dann hohe Spitzenwerte insbesondere in den Abendstunden. Um in diesen besonderen Fällen auch für kritische Situationen noch ausreichend Reserven zur Verfügung zu haben, sollte sorgsam mit Wasser umgegangen werden. Dabei kann jeder mithelfen und beispielsweise das Gießen in den frühen Morgenstunden - oder automatisiert in der Nacht - vornehmen.

Ohnehin ist laut Bundesverband der Einzelhandelsgärtner morgens die beste Zeit zu bewässern. Es ist noch kühler, das Wasser ist bis mittags versickert. Pflanzen können es aufnehmen, wenn sie es am meisten benötigen. Wässert man abends, bleiben Boden und die Blätter noch lange feucht. Ideale Bedingungen für Pilzerkrankungen und Schnecken, die es dunkel und feucht mögen.

-> Lesen Sie auch die Tipps des BDEW zu Hitze und Wasserverbrauch

4. Gibt es ein Vergleich 2022 zu den Vorjahren?

Trotz anhaltender Trockenheit und heißen Temperaturen stiegen die Förderzahlen zwar an, erreichen die Spitzenwerte vergangener Jahre aber nicht. Der Spitzentag war bisher Freitag, 12. August, mit 211.000 m³. Weitere Tage mit hoher Wasserabgabe im Vergleich: 237.000 m³ im Juni 2021, 246.000 m³ im August 2020 und 250.000 m³ im Juli 2019 (fast wie 2018).

Die Absatzmengen für die größeren von RWW versorgten Kommunen, wie Mülheim, Oberhausen, Bottrop, Gladbeck und Dorsten sahen in den vergangenen Jahren so aus:

In Mio. Kubikmeter (m³)

 2021202020192018
Oberhausen 14,915,015,314,7
Mülheim an der Ruhr10,410,710,910,1
Bottrop9,510,811,613,1
Gladbeck6,36,26,16,2
Dorsten4,24,14,04,0

Die hier angegebenen Mengen für 2021 sind noch vorläufig.

5. Wie hat sich der Trinkwassergebrauch entwickelt?

Laut BDEW (BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.) hat sich der Trinkwassergebrauch in den vergangenen Jahren so entwickelt: Seit 1990 ist der Trinkwassergebrauch pro Person pro Tag in Deutschland deutlich zurückgegangen – von 147 Litern im Jahr 1990 auf rund 121 Liter zu Beginn der 2010er Jahre. In den vergangenen Jahren haben heiße und trockene Sommer jedoch wieder zu einem leichten Anstieg des Pro-Kopf-Wassergebrauchs geführt. Im Jahr 2018 stieg der Gebrauch auf durchschnittlich 127 Liter pro Kopf und Tag. Im Jahr 2019 führte die Corona-Pandemie sogar zu einem Anstieg auf 129 Liter. Homeoffice, Kontaktbeschränkungen und ausgefallene Reisen hatten dazu geführt, dass die meisten Bürger deutlich mehr Zeit zu Hause verbrachten und dort entsprechend mehr Wasser gebrauchten. Im Jahr 2021 lag der ProKopf-Gebrauch wieder bei durchschnittlich 127 Litern pro Tag, stieg 2022 auf 128 Liter Trinkwasser an.

BDEW-Grafik: Entwicklung des personenbezogenen Wassergebrauches

6. Wie war das noch gleich mit den Trinkbrunnen?

Kommunen sollen künftig Trinkwasserbrunnen an öffentlichen Plätzen, beispielsweise in Parks, aufstellen. Dies ist eine Reaktion der Bundesregierung auf die Folgen es Klimawandels und der Hitze in bebauten Gebieten. Zugleich werden durch weniger Nutzen von Flaschenwasser Ressourcen geschont. Hier findet man die Standorte der bereits aufgestellten Trinkwasserbrunnen:

https://www.trinkwasser-unterwegs.de/
https://atiptap.org/projekte/wasserwende/openstreetmap/

7. Ist die Trinkwasserversorgung im Falle einer größeren Stromunterbrechung abgesichert?

Grundsätzlich ist es notwendig, den Begriff der (größeren) Stromunterbrechung näher zu beschreiben. Der kleinste denkbare und in der Praxis häufigste Fall ist der eines sogenannten „Wischers“, einer Kurzunterbrechung, bei dem die Stromversorgung für Sekunden ausfällt. Ein solches Ereignis ist für die Wasserwerke problemlos verkraftbar. Die Anlagen fallen zwar alle kurz aus, können aber sofort wieder in Betrieb genommen werden. Kunden werden hiervon im Normalfall wenig bemerken. Dann greifen wir bei RWW zum Teil auch auf die Reserven in den Trinkwasserspeichern zurück, zum Beispiel der Wasserbehälter und -türme, die sich in unserem weit verzweigten Verteilnetz befinden.

8. Wie schätzt der Bund die Versorgung bei einem Stromausfall ein?

Die Bundesnetzagentur hat sich Anfang Oktober 2022 zu diesem Thema zu Wort gemeldet und kommt zu folgender Einschätzung:

 

Wir (Anm.: in Deutschland) haben eines der zuverlässigsten Stromversorgungssysteme weltweit.

[…] Großflächige langanhaltende Stromausfälle hat es in Deutschland bisher nicht gegeben und sie sind auch weiterhin nicht sehr wahrscheinlich.

[…] Auch stundenweise krisenhafte Situationen im Stromsystem sind sehr unwahrscheinlich.

 

Das ganze Interview lesen Sie hier: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/risiko-blackout-interview-bundesnetzagentur-2131802

9. Wie ist RWW auf dieses (mögliche) Szenario vorbereitet?

Bei einer länger andauernden Stromunterbrechung (mehrere Stunden bis Tage), der lokal begrenzt ist, kommt uns zugute, dass wir an wesentlichen Wasserwerksstandorten über mehrere Stromeinspeisungen verfügen, wir somit an unterschiedlichen „Stromnetzebenen“ angebunden sind. Und auch die Vernetzung unserer Wasserwerke untereinander hilft uns. So können sich im Bedarfsfall beispielsweise unsere drei Wasserwerke an der Ruhr bei der Versorgung gegenseitig unterstützen.

Zudem sind zusätzlich Netzersatzanlagen (NEA) - sogenannte Notstromaggregate - im Einsatz. Da wären beispielsweise unsere Werke in Reken und Dorsten zu nennen. Von dort aus können wir die Versorgung mindestens für drei Tage unterbrechungsfrei sicherstellen.

Wir simulieren in regelmäßigen Abständen beispielsweise in Dorsten eine Unterbrechung der Stromversorgung, bei dem die NEA die Versorgung des Wasserwerks übernimmt.

Pressemitteilung lesen: RWW investiert weiter in Qualität und Sicherheit

10. Gibt es noch weitere Sicherheiten, auf die RWW zurückgreifen kann?

Ein wesentlicher Faktor ist die Eigenstromerzeugung. Seit fast 100 Jahren betreiben wir an der Ruhr ein Laufwasserkraftwerk, mit dem wir rund ein Drittel unseres gesamten Strombedarfs decken können.

Mit der Stadt Mülheim diskutieren wir aktuell die Frage, inwieweit zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserversorgung auch das städtische Kraftwerk Raffelberg eingebunden werden kann.

11. Könnten auch benachbarte Wasserversorger unterstützen?

Mit allen umliegenden Wasserversorgern besteht die Übereinkunft, im Bedarfsfalle den jeweils anderen Partner zu unterstützen (wenn möglich). Es bestehen definierte Punkte zur Noteinspeisungen, über die Trinkwasser von benachbarten Wasserversorgern in unser Leitungsnetz eingespeist werden kann - und auch umgekehrt. Ob die anderen Wasserversorger im Falle eines großflächigen Stromausfalls liefern können, bleibt abzuwarten.

12. Wie lange kann RWW die Trinkwasserversorgung bei einer Stromunterbrechung sicherstellen?

Man kann nicht pauschal sagen, wie lange die Versorgung aufrechterhalten werden kann. Es hängt immer vom Einzel-Störfall und Standort ab. Fällt die Versorgung deutschland- bzw. europaweit aus, wird es auch bei uns irgendwann eng. Die Frage ist auch, wie viel Wasser in diesem Fall pro Kopf noch zur Verfügung steht bzw.verbraucht wird.

13. Wie kann man sich persönlich auf eine längerfristige Stromunterbrechung vorbereiten?

Das Bundesamt Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, kurz BBK, hält für derartige Fälle Empfehlungen auf seiner Website vor. So findet man dort Hinweise zu Bevorratung von Essen und Trinken etc. …

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Fuer-alle-Faelle-vorbereitet/fuer-alle-faelle_node.html

… und auch eine Checkliste:

www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/ratgeber-notfallvosorge-checkliste.pdf?__blob=publicationFile&v=9

Hinweis:

Um auf ein solches Szenario vorbereitet zu sein bzw. sich darauf vorzubereiten, richten Sie bitte den Blick auch auf andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens: Kommunikationsnetze fallen aus, auch Internet, Fernsehen, Radio, Computer, Ampeln, Straßenbeleuchtung, Geldautomaten, Kühl- und Gefrierschränke etc. etc. Auch Abwasser kann irgendwann ggf. nicht mehr abgeleitet/ weggepumpt werden. Insgesamt hat RWW bereits zahlreiche unterschiedliche Maßnahmen getroffen, um auf den eher unwahrscheinlichen Fall einer Versorgungsunterbrechung vorbereitet zu sein. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nicht alle Details offenlegen können.