Das RWW-Tarifsystem...

... fair und zukunftsorientiert

Wie viele Wasserwerke in Deutschland müssen auch wir die Versorgung an die schrumpfende Bevölkerungszahlen und individuellen Wassergebrauch anpassen. Weniger Menschen benötigen weniger Wasser, zusätzlich hat sich das Verbraucherverhalten geändert: Dank sparsamer Armaturen, optimierter Haushaltsgeräte und rationellen Umgangs mit Trinkwasser ist der tägliche Bedarf auf durchschnittlich 122 Liter pro Person zurückgegangen.

Die Kosten in der Wasserversorgung sind mit bis zu 80 Prozent zu einem Großteil mengenunabhängig. Denn egal wie hoch die Abnahme ist, die technischen Anlagen wie Wasserwerke und Trinkwassernetze müssen instand gehalten und betrieben werden. Dadurch entstehen hohe fixe Kosten, die sich gar nicht oder nicht kurzfristig reduzieren lassen.

Systempreismodell schafft mehr Ausgewogenheit und Verursachungsgerechtigkeit  

Für eine Balance von Versorgungssicherheit, Trinkwasserqualität und Preisstabilität müssen Wasserpreise kostendeckend, verursachungsgerecht, ausgewogen und - wegen der hohen Fixkostenanteile - auch so gestaltet sein, dass Nachfragerückgänge nicht zu ständig steigenden Preisen führen müssen.

RWW hat als erster deutscher Wasserversorger eine Lösung entwickelt und am 1. Januar 2012 die Tarife auf das Systempreismodell umgestellt. Dank dieses Tarifmodells konnten die Entgelte den Kostenstrukturen angenähert werden, wodurch mehr Verursachungsgerechtigkeit und Preisstabilität geschaffen wurde. Zwar lassen sich auch damit Preisanpassungen nicht immer vermeiden, wohl aber dämpfen. Dies ist ein Weg, den mittlerweile auch viele andere Wasserversorgungsunternehmen gehen und sich von RWW und ihrem Partner MOcons beraten lassen.

Systempreis für Betrieb und Vorhaltung des Versorgungssystems - Mengenpreis für das gelieferte Trinkwasser

Die Wassertarife der RWW setzen sich aus dem Systempreis, dem Mengenpreis und dem Servicepreis zusammen.

Der Systempreis orientiert sich an den Systemkosten, also den Kosten für den Betrieb und die Vorhaltung des Versorgungssystems. Er bemisst sich bei Wohngebäuden nach der Gebäudegröße, gemessen an der Anzahl der Wohneinheiten. Bei Gewerbe, Industrie und allen anderen versorgten Objekten sind so genannte Verbrauchsklassen maßgeblich. Somit werden die unterschiedlichen Nutzergruppen verursachungsgerechter und ausgewogen an den Systemkosten beteiligt.

Der Mengenpreis orientiert sich an der abgenommenen Trinkwassermenge, der Servicepreis an möglichen zusätzlich in Anspruch genommenen Leistungen.

Die Wasserkunden haben sich in Befragungen durch das Marktforschungsinstitut I.E.S.K. regelmäßig zufrieden mit der Umstellung auf das Systempreismodell und den neuen Tarifen geäußert. Auch Interessenvertreter wie der Bund der Steuerzahler NRW, der BUND NRW und die Landeskartellbehörde zeigen sich von der Notwendigkeit der Umstellung der Wassertarife überzeugt.

Das Systempreismodell ist ein wichtiger Beitrag für eine zukunftsorientierte Wasserversorgung und faire Preise.