Spurenstoffe im Trinkwasser

In der Trinkwasserverordnung werden konkret die Untersuchungen wichtiger anorganischer und organischer Inhaltsstoffe einschließlich mikrobiologischer Parameter festgelegt, die vom Wasserversorgungsunternehmen regelmäßig zu untersuchen sind. Sie beinhaltet jedoch nicht die Untersuchung von organischen Spurenstoffen, die punktuell in den genutzten Rohwasserressourcen (Quell-, Grund- und Oberflächenwasser) durch anthropogene (menschlich verursachte) Einträge vorkommen können. Hierbei handelt es sich um so genannte Mikroverunreinigungen, die in der Regel in sehr geringen Konzentrationen im Mikro- oder sogar Nanogrammbereich je Liter auftreten und nur durch sehr aufwändige Analytikmethoden nachgewiesen werden können.

Wir sind bestrebt, möglichst umfänglich und frühzeitig solche Mikroverunreinigungen im Roh- und Trinkwasser aufzuspüren, damit diese nicht zum Verbraucher gelangen bzw. durch Maßnahmen beim Ressourcenschutz und in der Trinkwasseraufbereitung zurückgehalten werden. Hierzu beauftragt man verschiedene externe Speziallaboratorien wie das IWW in Mülheim an der Ruhr mit dieser Analytik.

Mit dem Mülheimer Verfahren besitzen wir ein weltweit anerkanntes und führendes Aufbereitungsverfahren. Es hält Mikroverunreinigungen in den verschiedenen Stufen der Aufbereitung zurück, wobei die Vielzahl der Aufbereitungsstufen wie die Flockung, Filtration über Aktivkohle und Ozon zu einer besonders effektiven Entfernung von unterschiedlichsten Spurenstoffen beitragen. Die Abbauleistung der jeweiligen Anlagenkomponenten kann sich hierbei durchaus unterscheiden. Gerade die Kombination der verschiedenen Verfahren bewirkt hier eine hohe Sicherheit bei der Elimination unterschiedlicher Mikroverunreinigungen.

Die Expertenkommission Programm "Reine Ruhr" und das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz kommen in dem Bericht zur Strategie einer nachhaltigen Verbesserung der Gewässer- und Trinkwasserqualität in Nordrhein-Westfalen (Februar 2012) zu dem Fazit, dass die Ruhrwasserwerke der RWW hinsichtlich der Trinkwasserqualität und -aufbereitung den Stand der Technik repräsentieren. Damit ist der Beweis erbracht, dass wir mit dem Mülheimer Verfahren eine Aufbereitungstechnologie besitzen, die wir seit über 30 Jahren anwenden und auch heute noch Maßstab für alle zukünftigen Aufbereitungsverfahren an der Ruhr und in NRW ist.

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