"Kupferkorrosion" oder "Lochfraß"

November/Dezember 2015: Der Forschungsbeirat des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW), entschied, sich mit einem Forschungsvorhaben dem ominösen Phänomen der Kupferlochkorrosion anzunehmen. Aufgrund des mehrfachen Auftretens neuartiger Schadensbilder bei halbharten Kupferrohren in Trinkwasserinstallationen in Deutschland sah sich das Gremium des DVGW gehalten, zu handeln. Unter Führung des unabhängigen Forschungsinstituts IWW Zentrum Wasser, Mülheim, erhofft sich der Beirat Antworten auf die Fragen zur Ursache der Lochkorrosion. Weiter soll ermittelt werden, in welchem Ausmaß die neuen Schadensbilder in Deutschland auftreten und wie sie zu bewerten sind. Und schließlich müssen auch Bewertungskriterien erarbeitet werden, anhand derer der Einsatzes von Kupfermaterial mit Blick auf die Trinkwasserbeschaffenheit eingeschätzt werden kann. 

Zu diesem Thema tauschte sich auch eine Expertenrunde bestehend aus Forschung, Handwerk sowie Gas- und Wasserwirtschaft auf Einladung des VDI, Verein Deutscher Ingenieure, am 19. November in Düsseldorf aus. Auch sie regten an, die Ursache des Lochfraßes in Trinkwasserleitungen mit einer bundesweiten Datenerhebung und -auswertung zu analysieren. Außerdem empfahl sie, zunächst das Auftreten von Kupfer-Lochkorrosionen aufzuzeichnen und zu überprüfen, ob die Schäden mit bekannten Vorgängen zu erklären sind. Empfehlungen, die im jetzt verabschiedeten Forschungsvorhaben aufgenommen wurden. 

VDI-Pressemitteilung